Über die bindungsenergetische Therapie 

Die bindungsenergetische Psychotherapie wurde seit dem Jahr 2000 von dem Diplompsychologen Michael Munzel entwickelt. Er arbeitet, lehrt und supervidiert mit seinem Team am Zentrum für Bindungsenergetik in Bremen. 

Die bindungsenergetische Therapie verbindet Elemente der humanistischen Psychotherapie mit Erkenntnissen der modernen Herz- und Gehirnforschung und eigenen Forschungsergebnissen, die aus seiner über 20-jährigen therapeutischen Arbeit mit der Hand auf dem Herzen resultieren. 

Von 2002 bis 2007 absolvierte Christine Rasch ihre therapeutische Ausbildung am Zentrum für Bindungsenergetik und wurde von Michael Munzel anschließend langjährig als Supervisor begleitet. Sie blickt mittlerweile auf eine 22jährige therapeutische Arbeit mit der bindungsenergetischen Psychotherapie zurück. 
Sie praktizierte zunächst in Potsdam, später in Caputh am Schwielowsee und heute in ihrer Praxis in Werder.



Im Zentrum der Therapie: das Herz steht im Mittelpunkt

Das Herz ist nicht nur unser physischer Motor. Es besitzt vielfältige Eigenschaften und Fähigkeiten, die uns identifizieren, bewegen, motivieren und gesund erhalten. Das Herz ist ressourcenreich, es ist z.B. ein Quell von Lebensfreude, von Liebe und Vertrauen. Es kann in schwierigen Situationen ein kluger Ratgeber sein sowie ein Ort innerer Ruhe und Kraft. Wenn wir die Hand aufs Herz legen, finden wir dort auch den Ursprung unserer gesunden Anlagen, persönlichen Eigenschaften und Begabungen. 



Jeder Mensch ist von Natur aus individuell und eigensinnig. Im Herzen können wir die gesunde Natur eines Menschen mit ihren individuellen Eigenschaften antreffen, wie z.B. neugierig, kraftvoll, ruhig, harmonisch, sanftmütig, friedvoll, robust. Ebenso finden wir im Herzen geprägt durch persönliche Lebenserfahrungen die Kehrseite dessen, wie z.B gleichgültig, erschöpft, anfällig, traurig, unruhig, ängstlich, aggressiv. Wenn diese Zustände länger anhalten, belasten sie das individuelle Wohlbefinden und stören die psychische Gesundheit. Das gibt nicht selten Anlaß, eine Psychotherapie aufzusuchen.



Die bindungsenergetische Therapie schafft einen Zugang zu den gesunden Herzeigenschaften. Sie baut sie wieder auf, wenn sie geschwächt, unterdrückt oder verloren gegangen sind und bringt Sie ins Bewußtsein zurück. Die bestehenden Leidenszustände wie z.B. chronische innere Unruhe, Rhythmusstörungen, Verlustangst, Mißtrauen oder Minderwertigkeitsgefühle treten nach und nach in den Hintergrund. Die gesunden Herzeigenschaften entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter. Sie gewinnen an Substanz und nehmen klare Gestalt an. Am Ende der Therapie sind sie der stabile Boden für eine gesunde und charakterstarke Persönlichkeit, die den Anforderungen ihres Lebens gewachsen ist.



Das therapeutische Setting: der Kontakt zum Herzen und seine Wirkung

Sie liegen bequem auf einer Liege und wir begeben uns direkt an den Ort des Geschehens: 

Ich lege meine Hand auf Ihr Herz. Keine Angst, Sie müssen sich nicht ausziehen! 

Gemeinsam stimmen wir uns auf Ihren Herzpuls und seine Wirkung ein. Wir tauschen uns darüber aus: wird er als aufgeregt, ängstlich, ruhig, froh … wahrgenommen? Die Wahrnehmung des eigenen Herzens erscheint am Anfang noch etwas ungewohnt, wird jedoch nach einigen Sitzungen vertrauter und auch informativer: die persönlichen Herzeigenschaften tauchen auf! Manche werden Sie kennen, andere eventuell nicht. Es wird vielleicht auch Überraschungen geben oder Tränen der Rührung, wenn Sie scheinbar verloren Gegangenes in sich selbst wiederentdecken. Egal was es ist, in jedem Fall verstärken wir durch den Kontakt zum Herzen (durch dieHerzfrequenzüberlagerung) das Eigene und Gesunde in Ihrem Herzen! Die Wirkung werden Sie bereits in den ersten Wochen nach Therapiebeginn in ihrer Gefühlswelt und auf der körperlichen Ebene wahrnehmen, z.B. mehr Freude empfinden, zur Ruhe kommen oder sich gestärkt fühlen.



Ein Fallbeispiel: 

Ein äußerst ängstlicher und unsicherer Mann kam zu mir in die Praxis. Er erzählte mir, daß er oft Angstzustände habe, sich nichts mehr so recht zutraue und sich oft unsicher im Kontakt mit anderen fühle. Daher gehe er nur noch selten aus dem Haus und habe auch frühere Hobbies aufgegeben. 

Am Ende des Anamnesegespräches legte ich meine Hand auf sein Herz. Das Herz wirkte schwach, der Puls war flach und schnell, und ein Gefühl von Angst tauchte bei ihm auf, die ich gut wahrnehmen konnte. Die erste therapeutische Intervention lag klar auf der Hand: sein Herz zu stärken und ihm durch meine Hände Vertrauen einzuflößen. Die Behandlung fruchtete: zwischen uns entwickelte sich ein vertrauensvolles Verhältnis, das sich mit der Zeit vertiefte und in den Therapiestunden für ein Wohlfühlen sorgte. Nach einigen Sitzungen mit der Hand auf dem Herzen wurde für ihn eine Eigenschaft erfahrbar, die er aus seiner Jugendzeit kannte: mutig und unerschrocken. Eine für ihn äußerst erfreuliche Erfahrung, die er lange nicht mehr gemacht hatte. Diesen Mut galt es nun zu stärken und in den Alltag zu integrieren. In den folgenden Stunden berichtete er mir, wo und wann er sich mutig gefühlt hatte. Auch wann ihn der Mut verlassen hatte und warum. 

In den folgenden Gesprächen wurden entmutigende und deprimierende Erfahrungen aus seiner Biografie sichtbar, die leider auch zu entmutigenden und deprimierenden Einstellungen und Sichtweisen sich selbst gegenüber geführt hatten. Diese zu identifizieren, kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig sich selbst vom Herzen anders zu erleben war für ihn der nächste Schritt. Ein spannender Prozess, der sein Denken und seine Sichtweisen mit einbezog. Fazit war: die Angst wurde spürbar weniger, je mehr sich sein Mut entfaltete! Er war anfangs noch sehr überrascht darüber, da er sich so nur selten kannte. Die neue, zurückgewonnene Herzeigenschaft gefiel ihm, passte sie doch gut zu seinen Vorlieben und Interessen, denen er schon lange nicht mehr -aus Mangel an Mut- nachgegangen war (Skifahren, Bergwandern). Mutig faßte er den Entschluß, seinen nächsten Urlaub in den Bergen zu verbringen und machte vorwiegend gute Erfahrungen. Durch die Wiederaufnahme seiner sportlichen Interessen wurde sein Mut weiter ausgebaut und vertieft. Es gesellten sich dabei auch weitere Herzeigenschaften dazu, nämlich Abenteuerlust, Tatkraft und Entschlossenheit, die sich im Laufe der Zeit mehr und mehr etablierten. Auch seine Einstellung zu sich selbst änderte sich durch die neuen, positiven Erfahrungen. Er begann, sich als körperlich starken, mutigen und entschlossenen Mann zu sehen und sich auch so zu empfinden, was absolut seiner jetzigen Realität entsprach.



Zusammenfassung des Therapieprozesses: 

Die in der Therapie aufgebauten Herzeigenschaften Mut, Tatkraft und Entschlossenheit halfen dem jungen Mann, die bisherigen Ängste im Alltag leichter zu bewältigen. Er traute sich wieder aus dem Haus, zunächst abends auf ein Bier, und begann wieder, mit den Arbeitskollegen in der Pause zu reden. Er entschloss sich auch mutig, am geplanten Teamausflug teilzunehmen und hatte viel Freude an den gemeinsamen sportlichen Aktivitäten.

In den kommenden Wochen und Monaten konnte er die bestehenden Angstzustände immer besser regulieren. Das bedeutete: mehr Mut und Vertrauen – und weniger Angst. Da dies kein geradliniger Prozess war, brauchte es seine Zeit. Weil der Mut im Herzen jedoch kontinuierlich erlebt wurde und mein Klient damit positiv auf ihm angstmachende Umstände einwirken konnte, hatten wir nach einem Jahr einen ersten Therapieerfolg erreicht! Er konnte sich nun leicht in Kontakt bringen, knüpfte vertrauensvolle Beziehungen und traf gelegentlich kühne Entscheidungen, die seine Abenteuerlust und seinen Tatendrang stillten. 





Die Bewußtmachung seiner neuen Herzeigenschaften war der zweite, nicht ganz einfache Schritt. Mein Klient trat zwar nun mutig in Erscheinung, hatte jedoch zu sich selbst eine ambivalente Einstellung. Er schätzte sich nicht mutig sondern eher ängstlich und unsicher ein. Das behinderte seineVorhaben, indem es sie verzögerte. Für mich passte das nicht zusammen. Ich wurde auf seine Art zu Sehen aufmerksam und wollte wissen, mit welchen Augen er sich selbst und die Welt sah. Meine therapeutischen Interventionen richteten sich daher nun – im Unterschied zur bisherigen Arbeit mit der Hand auf dem Herzen- auf die Behandlung der Augen. In den folgenden Stunden fanden wir das Sehmuster in seinen Augen heraus. Es sorgte dafür, daß er sich vorwiegend mit den Augen seiner Mutter sah, die früher ständig Angst um ihn hatte und in Sorge war, dass er sich bei seinen abenteuerlichen Spielen verletzen könnte. In diesem Sehen fehlte etwas ganz Entscheidendes: das grundlegende Vertrauen in ihr Kind und dessen mutige Fähigkeiten. Das verursachte in ihm große Selbstunsicherheit und ein ständiges Gefühl von Angst haben zu müssen, dass ihm etwas passieren könnte. Was ihm nicht klar war: er hatte im Laufe der Jahre die Sichtweise seiner Mutter übernommen und wiederholte daher ständig die alten Erfahrungen. Diese Erfahrungen samt dem erworbenen Sehmuster waren meinem Klienten in Vergessenheit geraten und absolut nicht bewußt. Sie tauchten erst in der Arbeit mit den Augen wieder auf. Durch die Bewußtmachung dessen und der gleichzeitigen Selbsterfahrung seiner vorhandenen Herzstärken (Mut, Vertrauen, Entschlossenheit) konnte er sich von der verfestigten alten Sichtweise lösen. Das eröffnete ihm neue Perspektiven. Der inzwischen mutige und selbstbewußte Mann konnte sich nun vertrauensvoll in den Kontakt mit anderen begeben. Er konnte sogar zuversichtlich in die Zukunft schauen, weil er sich inzwischen auf seinen unerschrockenen Mut, seine Tatkraft und Entschlossenheit verlassen konnte. Er wußte: ihm konnte nichts (mehr) passieren! -Wie sehr hätte sich darüber seine Mutter gefreut.

Der zweite Therapieerfolg auf der Bewußtseinsebene war erreicht!



Anwendungsgebiete:

Die bindungsenergetische Psychotherapie bewirkt Veränderungen auf der emotionalen, geistigen und körperlichen Ebene. Sie ist zur ganzheitlichen Behandlung einer Vielzahl von psychischen Erkrankungen geeignet wie z.B. Burnout, Depressionen und depressiven Verstimmungen, verschiedenen Formen von Ängsten sowie zur Begleitung von Trauerprozessen.

Ein weiterer direkter Anwendungsbereich ist die Behandlung von funktionellen Herzbeschwerden (Herzangst, Herzneurose und Herzrasen) sowie von psychischen Problemen bei Herzerkrankungen.

Preise für eine Therapiestunde:

80,-